Nicole Höhr hat Architektur und Immobilienökonomie studiert und entwickelte mit ihren Partnern und ihrem Team Projekte wie Apple in Frankfurt, das Münsterhaus in Bonn, Flinger-Pur in Düsseldorf und zahlreiche andere Standorte. Als Tochter eines Rheinschiffers lernt sie mit vier Jahren schwimmen. Der Rhein prägt sie. Zwischen gefluteten Laderäumen und Wasserfontänen spielt sie auf 1.250 Tonnen Sand. 2010 gründete sie Coinel Development. Ihre zukunftsgewandte Art zeichnet sie aus. Den Blick stets auf den Menschen gerichtet. Und seine Bedürfnisse an Lebensraum.
„Gemeinsam, nachhaltig, sinnstiftend.“ – So lässt sich meine Denkhaltung beschreiben.
Die Bereitschaft, Teil einer Gemeinschaft zu sein, steht daher schon immer im Fokus meines Schaffens. Mein Ziel ist es wirksame „Sharing-Netzwerke“ zu initiieren, zu etablieren und weiterzuentwickeln. Diese Netzwerke entspringen fast immer einer gesellschaftlichen Notwendigkeit.
Ein Beispiel: Viele kleine Firmen verfügen nicht über die Ressourcen, um ihren Mitarbeitenden eine Kinderbetreuung anzubieten, wie es sie beispielsweise in größeren Konzernen gibt. Diesem Nachteil im „war for talent“ wollte ich entgegenwirken. Kleineren Unternehmen in Randlagen mit geringerer Infrastruktur eine Möglichkeit bieten, ihre Arbeitgebermarke zu stärken. Aus diesem Grund bin ich mit der Kindertagespflege „Obstsalat“ eine Kooperation eingegangen. Dafür werden in einem Objekt wie der Werft16 Räume bereitgestellt. Die Aufwände für die Kindertagespflege werden von allen Miet-Parteien gemeinsam getragen. Alle zahlen weniger und haben in der Gemeinschaft trotzdem mehr. Das Angebot fördert zudem den sozialen Austausch insgesamt: Der Personalvermittler kommt mit der Marketingspezialistin ins Gespräch. Neue Projekte entstehen.
Aktuell arbeite ich daran, die Prinzipien der „Sharing-Netzwerke“ auf andere, gesellschaftlich wichtige, Bereiche zu übertragen. Wie den Bereich der Schulentwicklung. Gemeinsam mit Menschen aus dem Bildungswesen tausche ich mich aus, um die Anforderungen an wirkungsvolle Wissens-Entwicklung besser zu verstehen. Zusammen treten wir an Städte und Kommunen heran, um Orte, an denen Bildung wachsen kann, zu schaffen. – Indem ich meine fachliche Expertise, meine Freude am Teilen und mein Bedürfnis „Like-Minded-People“ zu vernetzen zusammenbringe, versuche ich tagtäglich gesellschaftlichen Impact zu schaffen.
Schon immer war es mir wichtig, Konzepte, Prinzipien und Vorgehensweisen zu hinterfragen und auf den Prüfstand zu stellen. Weniger aus rebellischen Haltung, sondern getrieben von dem Gedanken, ob es nicht auch anders, also besser, geht.
Gerade die Baubranche besitzt einen großen Hebel für gesellschaftliche Veränderung. Speziell in Bezug auf wichtige ESG-Themen wie „Health and Wellbeing.“ Studien belegen inzwischen, was jeder intuitiv spürt: Fühle ich mich an meinem Arbeitsplatz wohl, wirkt sich dies auf mein Arbeitsergebnis und damit auf den Unternehmenserfolg aus. Eine flexible, funktionale, aber vor allem ansprechende Umgebung trägt dazu bei, dass neue und inspirierende Impulse entstehen. So entsteht Veränderung.
Leider geht die Planung vieler Industrie- und Bürogebäude hauptsächlich vom Objekt aus. Charakterlose Bauten sind die Konsequenz. Fehlende Identifikation, die Folge. In einer Zeit, in der der Mitarbeitende als Botschafter einer Unternehmung zunehmend wichtiger wird, ein fataler Fehler.
Das wollen wir mit coinel Developement ändern. Die Dinge besser machen. Dafür müssen wir mit Konventionen brechen: Areale und Gebäude vom Menschen aus planen. Von seinen Bedürfnissen. Seinen Umständen. Seiner Art zu arbeiten und zu leben.
Unsere Projekte zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.




